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Aufwendungen Kulturhaushalt

Der Teilhaushalt Kultur und Wissenschaft untergliedert sich wie folgt:

Museen und Archive (außer Kunstsammlungen, Schloßbergmuseum,Stadtarchiv)
3,5 Mio. Euro
Kunstsammlungen Chemnitz
5,8 Mio. Euro
Historisches Archiv
0,7 Mio. Euro
Landesmuseumseinrichtungen
 1,9 Mio. Euro
Botanischer Garten
0,8 Mio. Euro
Tierpark
 2,6 Mio. Euro
Beteiligung an Theatern
26,3 Mio. Euro
Musikschule
2,3 Mio. Euro
Volkshochschule Chemnitz
1,7 Mio. Euro
Stadtbibliothek
5,0 Mio. Euro
Heimat- und sonstige Kulturpflege
3,0 Mio. Euro

Die Förderung von Projekten der Freien Kultur ordnet sich in den Bereich der Heimat- und sonstige Kulturpflege ein. In den rund 3,0 Mio. Euro sind enthalten:

  •  0,36 Mio. Euro Personalaufwendungen
  • 0,22 Mio. Euro Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen
  • 0,55 Mio. Euro Abschreibungen
  • 1,72 Mio. Euro Transferaufwendungen – das entspricht der Kulturförderung
  • 0,11 Mio. Euro sonstige Aufwendungen

Aus dem Ansatz der Kulturförderung (1,72 Mio. Euro) wird neben der klassischen Förderung der freien Kultur auch das Projekt „Freier Museumseintritt für Kinder“ mit rund 45.000 Euro finanziert.

Aus dem Budget des Amtes für Jugend und Familie stehen zusätzlich noch 250.000 Euro für den Betrieb des Soziokulturellen Zentrums „Kraftwerk“ zur Verfügung. Somit ergibt sich ein Gesamtbudget für die freie Kultur von 1,93 Mio. Euro.

Der Planansatz hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:

Die Differenz zwischen 2014 und 2015 ergibt sich aus der Reduzierung einer indirekten Förderung (Mietstützung) um knapp 20.000 Euro. Da ein Teil der bisher geförderten Flächen nicht mehr kulturell genutzt wird, entfallen hier die Fördervoraussetzungen.

Fünf Prozent für die Freie Kultur?

Ähnlich wie in der Stadt Leipzig wird auch in Chemnitz seit einiger Zeit die Diskussion um fünf Prozent des Kulturetats für die freie Kultur geführt. Was hat es damit auf sich? Hintergrund ist der Wunsch von Vereinen und Stadträten, dass die Aufwendungen für die Freie Kultur an den Gesamtetat der Kultur mit 5 Prozent angekoppelt werden sollen. Das jährliche Antragsvolumen übersteigt stets die zur Verfügung stehenden Mittel. Mit dem aktuellen Planentwurf für den Haushalt 2015 erreicht die Stadt Chemnitz bereits einen Prozentwert von 4,6 Prozent. Die Berechnungsgrundlage orientiert sich an der, die in der Stadt Leipzig angewandt wird. Wenn fünf Prozent für die Freie Kultur im Haushaltsplan eingestellt werden würden, bedeutet das, dass 168.900 Euro mehr zur Verfügung gestellt werden müssten.

Link zur genauen Berechnungsgrundlage

8 Meinungen zu Aufwendungen Kulturhaushalt

  1. Bjoern Josten sagt:

    Ich denke, dass die 5% eine lohnenswerte Zielsetzung sind, da ich der Überzeugung bin, dass die knapp 170.000 Euro, die dadurch der Freien Kultur mehr zur Verfügung stünden, ein unermessliches Aktivierungspotenzial bergen. Gerade in der Freien Kultur reichen oftmals schon kleine Beträge, um attraktive Angebote überhaupt erst möglich zu machen. Ich bin überzeugt, dass solche Impulse eine Dynamik initiieren können, die schließlich die (sub-)kulturelle Vielfalt und Attraktivität um ein Vielfaches steigern kann. Davon können wir als Stadt nur profitieren.

  2. CarstenWaltherChemnitz sagt:

    Dynamisch angepasste 5 % von der Gesamtkulturförderung in Chemnitz zur Förderung für Freie Träger: mit den derzeit 168.900 Euro mehr für die Freie Kultur könnten gerade Projekte mehr unterstützt werden, welche im Bereich Kinder und Jugendliche / Schulen arbeiten wie die VereinsEigeneBühne e. V. als Freies Theater für Kinder und Jugendliche, Radio T und der Verein Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e. V.

  3. Tobias Moeller sagt:

    Die Forderung „5 Prozent“ ist kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, um die Freie Kultur in Chemnitz nicht mittelfristig ausbluten zu lassen.

    Aufgrund einer chronischen Unterversorgung (die Antragssumme liegt seit Jahren weit über der Fördersumme) sind viele Träger gezwungen, ihre Arbeit unterbezahlt oder unbezahlt zu leisten. Die Kosten für Strom, Material etc sind für die Vereine, wie für jeden Bürger, in den letzten Jahren gestiegen – die Fördersummen wurden diesen Kostensteigerungen aber nicht angepasst. In vielen Projekten ist hoher persönlicher Einsatz oft die einzige Möglichkeit, fehlende finanzielle Mittel zu kompensieren. Allerdings kann dieses Modell nur bis zu einer bestimmten Grenze ausgelotet werden – danach schlägt Engagement in Resignation um. Selbstausbeutung im (Ehren)amt ist mittlerweile die Regel, nicht die Ausnahme.

    Daher bin ich auch sehr unglücklich mit dem vorgeschlagenen, aus Leipzig übernommenen, Berechnungsmodell. Dieses führt einen dort gemachten Rechenfehler fort. Dieser führt dazu, dass der errechnete Ansatz von 2.151.000 € um mindestens 84.000 € zu niedrig liegt.

    Noch eine Randbemerkung: Derzeit erfüllen einige Vereine über den Fördertopf „Freie Kultur“ städtische Aufgaben. Der Anteil an der Gesamtsumme beträgt bei strenger Betrachtungsweise um die 25%, also rund 500.000 €. Würden diese mit eigenen Haushaltsmitteln und -stellen versehen, wäre das Thema „5%“ bei weitem nicht mit der derzeitigen Dringlichkeit auf dem Tisch.

  4. chris muens sagt:

    5%! Damit es auch mal für neue Initiativen reicht!

  5. Toro sagt:

    Ich unterschreibe hier zu 100% die Ausführungen von Tobias Möller. _5%_ für Freie Kultur sind notwendig.

  6. Sabine Deponte sagt:

    5% für freie Kultur sind notwendig. Zudem sollten stärker Vereine gefördert werden, die keine fest angestellten Mitarbeiter haben. Denn ehrenamtliche Tätigkeit ist bewußtes Arbeiten für den Verein. Nur Beitrag als Vereinsmitglied zahlen und dann die Angebote eines Vereins nutzen, hat aus meiner Sicht nichts mit Vereinsarbeit zu tun. Bürger die aktiv in Vereinen selbst wirken, werden eher bei solchen Finanzierungsgrundlagen demotiviert.
    Noch ein kleiner Hinweis: Es wäre transparenter, wenn bei allen geförderten Vereinen nicht die Förderkategorie sondern der genaue Förderbeitrag steht und die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter. Da läßt sich bestimmt auch mal was umverteilen.

  7. Herr Killermann sagt:

    5% für die freie Kultur sind absolut notwendig, da Kultur nicht nur in den großen Häusern wie Oper oder im Gunzenhauser getätigt wird, sondern viel mehr durch kleinere Initiativen. Grade dies macht eine Stadt doch liebenswert und >>modern<<!

  8. BernhardtJ sagt:

    Die Investition in Kultur ist auch eine Investition in die Zukunft.
    Eine Stadt wird nicht zuletzt “modern” durch Kultur.
    Die Vielfälltigkeit auch und gerade im Bereich Kultur verleiht einer Stadt Charme und Moderne.
    5% muß und kann sich Chemnitz leisten , wenn man es will.