Bürgerbeteiligung 2015 zum Thema Freie Kultur

- Vom 06. Januar bis zum 27. Januar 2015 -

05.01.2015
Warum gibt es eine Bürgerbeteiligung zum Thema Freie Kultur?

In Chemnitz gibt es verschiedenste Kulturangebote und das Budget der Kulturausgaben in Höhe von 53,5 Mio. Euro nimmt einen wesentlichen Anteil im städtischen Haushalt, der ein Gesamtvolumen von 637 Mio. Euro hat, ein. Rund 1,9 Mio. Euro beträgt speziell die Kulturförderung. Einige Angebote wie die Kunstsammlungen oder das Theater Chemnitz werden direkt von der Stadt Chemnitz betrieben. Darüber hinaus gibt es jedoch unzählige Angebote von privaten Initiativen die unsere Kulturlandschaft bereichern und denen die jetzt beginnende Beteiligung gewidmet ist.

Die Stadt Chemnitz fördert jedes Jahr mit rund 1,9 Mio. Euro Projekte und Einrichtungen der Freien Kultur in den Sparten Museen, Sammlungen und Gärten, Theater/Darstellende Kunst, Musik, Bildende Kunst, Film/Medien, Bibliotheken/Literatur, Soziokultur, Heimatpflege und Jugendkultur. 80 Projekte konnten damit in 2014 unterstützt werden.

Der Bürgerhaushalt ist ein Projekt in Chemnitz mit dem Informationen zum Haushalt der Stadt und Bürgerbeteiligungen zu Haushaltsthemen angeboten werden. Seit 2012 fanden bereits Umfragen zu den Themen Schulhausbau, öffentliche Spielplätze aber auch zu gewünschten Themen des Bürgerhaushaltes statt.

Mit der aktuellen Beteiligung zur Freien Kultur möchten wir Ihnen Informationen zum Kulturhaushalt, zur Förderpraxis und zu den vielfältigen geförderten Projekten vorstellen und von Ihnen erfahren, wir Sie als Bürgerinnen und Bürger die Freie Kultur in Chemnitz wahrnehmen. Nutzen Sie die Möglichkeit, uns Ihre Meinung dazu zu sagen. Nach Abschluss der Beteiligung werden wir Ihre Anregungen zusammengefasst und kommentiert den Stadträten als zusätzliche Information zur Verfügung stellen (z.B. für den Haushaltsplanbeschluss). Zeitgleich werden diese Informationen auch auf der Plattform buergerhaushalt.chemnitz.de zu finden sein. In unserer Umfrage geht es nicht darum eine Abstimmung zu führen, welche Projekte in Zukunft gefördert werden sollen und welche nicht. Das Auswahlverfahren ist unter dem Punkt Zuwendungsgewährung beschrieben. In der Förderung der Freien Kultur ist nicht entscheidend, welches Projekt die größte öffentliche Resonanz hat, sondern insbesondere geht es darum, welche neuen Ideen und kreative Ansätze sich mit einer Förderung entwickeln können. Diesem schwierigen Abwägungsprozess zwischen der fortlaufenden Unterstützung von bewährten Projekten, aber auch der Entwicklung von neuen Ideen, stellen sich jedes Jahr alle Entscheidungsträger im Vorfeld des Beschlusses der konkreten Förderverteilungen.

Wie funktioniert die Beteiligung?

Um an der Bürgerbeteiligung teilnehmen zu können, ist eine Registrierung mit E-Mail und Benutzername erforderlich.

Auf unserer Internetseite werden alle geförderten Projekte der Freien Kultur im Kulturatlas mit einer Hauptadresse abgebildet. Darüber hinaus kann es weitere Adressen geben. Diese sind dann in der detaillierten Projektbeschreibung enthalten. Die Karte ist je nach Bedarf vergrößer- und verkleinerbar. Unterhalb der Karte werden die verschiedenen Sparten mit Symbolen angezeigt. Dort kann die Anzeige nach den gewünschten Sparten eingeschränkt werden. Darüber hinaus gibt die Einfärbung des Spartensymbols die Einordnung in die Förderkategorien an:

  • Kategorie 1: bis 2.000 €
  • Kategorie 2: 2.001 – 5.000 €
  • Kategorie 3: 5.001 – 20.000 €
  • Kategorie 4: 20.001 – 50.000 €
  • Kategorie 5: ab 50.001 €

Beim Anklicken eines Einzelprojektes erhalten Sie weitere Informationen und können Fragen zum Projekt beantworten. Darüber hinaus ist es möglich, dass Sie uns in dem Kommentarfeld eine Meinung oder Frage hinterlassen.

Weitere allgemeine Fragen zur Freien Kultur in Chemnitz an Sie haben wir nach den unten stehenden Informationen zu Haushalt und zur Förderpraxis.

Kann ich etwas gewinnen?

Unter allen Teilnehmern verlosen wir nach Ende der Bürgerbeteiligung folgende Preise:

  • 1 x 2 Eintrittskarten mit einer persönlichen Führung zu einer Ausstellung Ihrer Wahl in den Kunstsammlungen Chemnitz
  • 3 x 2 Eintrittskarten für die Chemnitzer Museumsnacht
  • 3 x 2 Eintrittskarten für Führungen im Roten Turm

Informationen zum Kulturhaushalt

Der Entwurf des Gesamtergebnishaushaltes der Stadt Chemnitz 2015 umfasst insgesamt 637 Mio. Euro Ausgaben. Darin sind z. B. Kosten für Sach- und Dienstleistungen enthalten, aber auch Personalaufwendungen und kalkulatorische Kosten wie Abschreibungen.

Der Teilhaushalt für Kultur und Wissenschaft ist mit 53,5 Mio. Euro ein Teil davon, der hier genauer vorgestellt wird.

Weiterlesen zu Aufwendungen
Weiterlesen zu Erträgen


Informationen zur Zuwendungsgewährung

Die Gewährung der Zuwendungen erfolgt auf Basis einer Förderrichtlinie der Stadt Chemnitz im Bereich Kunst und Kultur. Diese ist unter folgendem Link einsehbar:

Förderrichtlinie

Anträge für die Institutionelle Förderung und auf Projektförderung über 2.000 Euro sind bis zum 30.06. des Vorjahres und Anträge auf Projektförderung bis 2.000 Euro bis zum 01.09. des Vorjahres zu stellen.

Weitere Informationen zum Förderverfahren


Kulturatlas
(ohne Soziokulturellen Jugendfonds)

Bild der Karte der Kulturmassnahmen von Chemnitz

Hier finden Sie alle geförderten Maßnahmen als Liste.


Hier geht es zum Allgemeinen Fragenteil

.. Weiterlesen und Abstimmen

27 Meinungen zu Bürgerbeteiligung 2015 zum Thema Freie Kultur

  1. stephanie sagt:

    Unklar ist für mich die Beantwortung der Fragen nach dem Eintrittspreis, bei Veranstaltungen/Projekten, welche ja keinen Eintritt erheben. An der Stelle könnte man die Fragestellungen doch besser anpassen…

    • moderation sagt:

      Vielen Dank für Ihren Hinweis! Wir werden die Fragestellung bei Projekten ohne Eintrittspreise in Kürze entfernen.

  2. KSeifert sagt:

    Die Fragestellungen zum Thema Kultur sind meiner Ansicht ein wenig umständlich formuliert worden.
    7 Punkte bzw Angebote zum Thema Heimatpflege finde ich doch recht wenig. Veranstaltungen im Schlossbergmuseum, im Stadtarchiv oder Abende zum Thema Familienforschung in Chemnitz würden das Angebot ergänzen. Hier kann ich gerne behilflich sein.
    Karsten Seifert, Genealoge, Familien-, Archiv- und Heimatforscher
    Mitglied im Chemnitzer Geschichtsverein e.V.

  3. CarstenWaltherChemnitz sagt:

    Hier Freie Kultur in Chemnitz anschaulich: https://www.youtube.com/watch?v=nX8q1cYWwoU

    • Monika S. sagt:

      vielen Dank für den Link, viele Chemnitzer sollten das sehen, ich hatte von mehreren kulturellen Ereignissen bisher keine Ahnung!

  4. Bjoern Josten sagt:

    Ich vermisse eine offene Frage: Was fehlt oder was wäre zusätzlich wünschenswert?

    • moderation sagt:

      Gern nehmen wir alle Wünsche und Anregungen hier in dem Bereich “Hier ist Platz für Ihre Meinung” entgegen! Auch Ihre Kommentare werden in die Auswertung mit einbezogen.

  5. Guenter Grimmer sagt:

    Bürgerbeteiligung 2015 zum Thema Freie Kultur :
    Sehr geehrte Entscheider im Rathaus,
    wir als Arbeitsgemeinschaft Geschichtsverein Blankenauer Grund im Verband Geschichtsverein Chemnitz würden dies als Katastrophe empfinden, wenn der Arktisch-Botanische Garten Glösa keine materielle Unterstützung mehr bekommen würde. Wir haben durch mehrere Führungen im Arial durch die Mitarbeiter erfahren, welche Leistungen dieses Team in dem Garten erbringt und sie haben über das Überleben berichtet.
    Dieser Garten ist ein kulturelles Gut der Chemnitzer Geschichte für weitere Generationen, was geschützt werden muss und unterstützt werden muss. Wir schlagen deshalb vor diese Einrichtung unbedingt materiell zu unterstützen.

    Günter Grimmer
    Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Blankenauer Grund

  6. marjac sagt:

    Warum taucht der AJZ e.V. nicht mit auf im Abstimmungsbereich?

    • moderation sagt:

      Es werden nur Maßnahmen abgebildet, die im Jahr 2014 eine Förderung aus dem Budget der Freien Kultur erhalten haben. Das AJZ e.V. ist hierbei Veranstalter des Festivals “smash your attitudes” in der Sparte Jugendkultur.

  7. tarvom sagt:

    die wirkliche freie Kunst wird von uns Freiberuflern und freien Mitarbeitern im Kulturbereich gestaltet.

    Das interessiert aber die wenigsten – wir reißen uns den Arsch auf für alles um vieles möglich zu machen, aber der Dank ist auch der Arschtritt von denjenigen die keine Ahnung von Kunst haben.

    Freie Kunst heißt auch: Weg mit all dieser GEMA-Scheiße und diesen Verbänden die Tochtervereine von GEMA & Co. sind!

    Aber solange wir in Deutschland nicht mal wirklich freie Bürger sind, solange wird unsere Kultur auch nicht frei sein.

    • Sabine Deponte sagt:

      Das mag sein, dass man als Freiberufler seine Brötchen in Vereinen verdient. Jedoch gibt es viel mehr Bürger der Stadt, die ehrenamtlich ohne einen Cent sich in Vorständen von Vereinen engagieren. Ohne diese Bürger gibt es vielleicht manchen Verein nicht mehr. Solche ehrenamtlich geleiteten Vereine sollten mehr gefördert werden.

  8. jeanny sagt:

    Ich finde die Übersichtlichkeit und intuitive Bedienbarkeit dieser Umfrage deutlich verbesserungsfähig. Sie wollen doch, dass die Leute abstimmen, oder?

  9. JugendteamChemnitz sagt:

    Hallo liebe Stadt Chemnitz :),

    wir sind das im Jahre 2013 gegründete Jugendteam Chemnitz, jene für die Region Chemnitz bzw. unsere Heimat sich einsetzen. Über eine Unterstützung Ihrerseits würden wir uns sehr freuen.

    Am 17.07.2014 führten wir bereits unsere erste große Veranstaltung auf dem Neumarkt “Sommer Festival – Rock in Deine Zukunft” (RiDZ) durch und am 25.06.2015 schon die 2. Auflage.

    Hier unsere Webauftritte:
    Facebook: https://www.facebook.com/WirSindDieZukunftDieJugendDerRegionChemnitz
    RiDZ: https://www.facebook.com/SommerFestivalJugendChemnitz
    Homepage: http://www.jugendvision-chemnitz.com/

    Über eine Rückmeldung würden wir uns sehr freuen!

    Beste Grüße

    Sandra, Sebastian, Anna, Gosia, Michelle, Christina

  10. Ralph sagt:

    Grundsätzlich ist erst einmal zu begrüßen, dass die geförderten Projekte und Institutionen der Freien Kultur erstmalig zusammengefasst und nach Sparten sortiert einer breiten Öffentlichkeit in dieser Form bekannt gemacht werden! Allem negativen Gerede zum Trotz: Es ist doch beeindruckend, was die freie Kultur- und Kunstszene in Chemnitz alles zu bieten hat. Allein um dies alles darzustellen und zu bewerten ist der Zeitraum der Bürgerbefragung viel zu kurz bemessen! Ich unterstütze ausdrücklich die Initiative “5% für die freie Kultur”, damit vor allem auch mehr neue und spontane/kurzfristigere Projekte unterstützt werden können. Zudem denke ich nicht, dass die Neue Sächsische Galerie als städtisches Museum in den Etat der Freien Kultur gehört. So werden Zahlen verzerrt. Außerdem wünsche ich mir, dass das TIETZ und seine Einrichtungen nach der Neustrukturierung nicht “zusammengespart”, sondern Partner und Veranstaltungsort gerade auch für die freie Kultur wird!

  11. Timbuktu sagt:

    Mit der Frage “Welche Kultureinrichtung vermissen Sie ?” könnten weitere Kultureinrichtungen sichtbar gemacht werden und damit zusätzliche Bedarfe einer Förderung in erscheinung treten.

  12. missus sagt:

    Liebe Auswerter der Meinungen,
    also fraglich ist für mich die Bezeichnung “freie Kultur”. Was ist denn dann die “unfreie” Kultur? Das klingt ja so, als ob das Theater macht, was der Bürger will/ oder die Stadt? Da ist auf jeden Fall noch Partizipationspotential. Ich würde auch die freien Initiativen nicht als “private Initiativen” sondern eher als vielleicht unabhängig bezeichnen, denn es geht den meisten ja nicht um private Interessen, sondern um gesellchaftlich, oft politische relevante Ziele.
    Bürgerbeteiligung ist gerade “In”, aber was passiert mit diesen Umfragen? Vereine werden einfach alle ihre Mitglieder ganz oft abstimmen lassen oder einfach Blanko Zettel ausfüllen lassen und unterschreiben (zurecht) – nach dem Motto, wer macht die beste gefakte Öffentlichkeitsarbeit, obwohl es ja laut der Broschüre darum gar nicht ginge.
    Im Vergleich zu anderen Budgets des Chemnitzer Haushalt ist natürlich das Budget für “freie” Kulturarbeit grundsätzlich viel zu klein. Ich will euch ermutigen, dafür einzustehen, dass man in dem Bereich nicht einsparen darf bzw. eher wieder aufstocken muss.
    Besonders die Bereiche Sozio- und Jugendkultur müssten mit flexibleren Fonds schnell und kurzfristig untestützt werden (Sparkassenförderung ist ja nun kein Allheilmittel), da stimme ich meinen Vorrednern zu.
    Und noch ein Plädoyer. Warum geht denn soviel Geld in die sogenannte “Hochkultur”, wenn schon seit jeher klar ist, dass da ein begrenzter Zugang besteht.
    Das ist doch einfach nur Bestandserhalt und keine Bedarfsermittlung…

  13. Herzblut sagt:

    …dem Plädoyer von missus schließ ich mich voll und ganz an. Die grade erst veröffentlichten Besucherzahlen alleine der Kunstsammlungen – abgesehen von einer wohltuenden, weil bürgernahen Einrichtung – sprechen doch Bände! Ich stelle die Frage, geht es dabei um Kultur oder einfach nur um die Bestandserhaltung bzw. die Erhaltung von Posten und Pöstchen? Keine Leistung – kein Geld. Nennt man glaub ich Marktwirtschaft, Punkt! Mein Tipp an die Entscheider: einfach mal in den Dienstwagen steigen oder noch besser in die öffentl. Nahverkehrsmittel, damit Sie sehen, was die Bevölkerung auf sich nimmt um die hier aufgelisteten Einrichtungen miterleben zu dürfen. Vorne einsteigen und Fahrschein vorzeigen nicht vergessen! Dort angekommen sollten Sie genau hinschauen und zuhören, wie bürgernahe kulturelle Arbeit funktioniert und was echtes Ehrenamt bedeutet. Und in den anschließenden Entscheidungen weniger mit bürokratischen Hürden in die Arbeit der Betroffenen reinreden, sondern diese sinnvoll unterstützen. Das Budget schreit nach einer Aufstockung, wir sind uns hier alle darüber Klaren, wie Existenz bedrohend das für einige Einrichtungen ist. Hier wurde über Jahre zugunsten von Prestigeobjekten ein Pulverfass geschaffen, mehrere Lunten glimmen gleichzeitig. Mit einem 5%-Trinkröhrchen wird man das Feuer nicht löschen können. Die sog. “freie Kultur” hat einen riesen Anteil an der Kulturarbeit dieser Stadt, und das wollen die Besucher auch sehen!

  14. Ralph sagt:

    Die Bürgerbefragung und der Kulturatlas etc. erwecken den Eindruck, als sei das die ganze Kultur in Chemnitz. Dabei handelt es sich doch “nur” um die geförderten Projekte und Institutionen. Es gibt aber doch noch viel mehr, die hier nicht aufgelistet sind, deren Darstellung in einer Broschüre, Vereinsregister, Kulturatlas Chemnitz (wie auch immer) genauso wünschenswert wäre!
    Möge für diese Öffentlichkeitsarbeit und die Werbung für die ganze kulturelle Szene ein entsprechend anteiliges Budget in der neu zu strukturierenden Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zur Verfügung stehen!

  15. Bubble sagt:

    Guten Tag,
    weshalb wird das Eisenbahnfreunde Richard Hartmann Chemnitz e.V. (siehe http://www.technikmuseum-seilablaufanlage.de) in der Umfrage lediglich unter ferner liefen gelistet?
    Wer ist verantwortlich dafür, in welcher Reihenfolge die Vereine der freien Kultur, Chemnitz, gelistet werden und so mehr oder weniger Aufmerksamkeit erfahren?
    Mit Demokratie bei Abstimmungen hat das wohl weniger zu tun, als mit gelenkter Demokratur.
    Ich bitte um Antwort.

  16. Bubble sagt:

    Deutlich gelenkt, die Abstimmung. Der Zwang, manchmal drei und manchmal zwei Stimmen abgeben zu müssen, für Interessen, die man(n) / frau gar nicht hat …
    Ich halte die Abstimmung selber und die Art und Weise, Interessen der Einwohner von Chemnitz zu erfragen, für höchst fragwürdig.
    Wenn jemand in Klage ginge (VG Chemnitz) und die Umfrage anfechtete, würde mit seiner / ihrer Klage sicherlich obsiegen.
    Eine professionell gestaltete Umfrage sieht anders aus! So, wie die Umfrage 2015 gestaltet ist, ist die (aus meiner Sicht) tendenziös.
    Weshalb sind keine poltisch ausgerichteten Vereine aufgeführt?
    Die Frage, die sich mir stellt, ist, wer hat die Auswahl dafür getroffen, welcher Verein (aus)gewählt werden darf?
    Wenn es nun zwei Vereine in Chemnitz gibt, die sich mit der Chemnitzer Eisenbahn(technik)geschichte befassen, müssen alle beide in der Umfrage auch genannt werden. Momentan wird einer der beiden Eisenbahn(technik)geschichtsvereine klar bevorzugt.
    Aus meiner Sicht: Ich halte die Umfrage für anfechtbar. Es müsst’ sich nur jemand finden, der die Klage beim VG Chemnitz einreicht und vorträgt.
    Frage an Alle: Welcher Verein müsste noch auf die Auswahl-Liste gesetzt werden?

    • Herzblut sagt:

      Die Frage wollte ich hier auch noch stellen, wieso fehlen hier die Eisenbahnfreunde Richard Hartmann Chemnitz e.V.? Wieso wird mal wieder nur ein Eisenbahner-Verein bevorzugt und der andere schaut komplett in die Röhre? Die machen mindestens genau so gute Arbeit und das ehrenamtlich! Deshalb wenigstens an dieser Stelle von mir ein Sonderlob, wenn schon die Stadtoberen nicht in der Lage sind, diese Truppe wenigstens hier mit aufzulisten. Sehr fragwürdig, das Ganze. Ich habs ja schon weiter oben geschrieben: die Vermutung liegt nahe, es geht bei der “Hochkultur” um die Erhaltung von Posten und bei den “Freien” verstärkt sich der Eindruck, da steht eigentlich schon fest, wie die Förderung aussieht.

  17. Bubble sagt:

    ANTRAG:
    1) Zeitliche Verängerung der Abstimmung bis zum 28. Februar 2015
    2) Erweiterung der Auswahlmöglichkeiten bei Nennung weiterer Vereine
    3) (aus Gründen der Parität und zur Vermeidung von Tendenzerscheinungen in der Umfrage):
    Auflisten der beiden Eisenbahngeschichts- und Eisenbahntechnikvereine, die es in Chemnitz gibt
    Ich bitte um Antwort.

  18. Bubble sagt:

    Welchen rechtlichen Wert wird der Abstimmung und den Abstimmungsergebnissen von der Stadt Chemnitz beigemessen; wird demnach vorgegangen: Wer am lautesten schreit und mit seinem Verein kokettiert, bekommt die meisten Penunzen zugeteilt?
    Ich bitte um Antwort; gerne hier öffentlich in der Meinungsspalte.

    • moderation sagt:

      In der aktuellen Beteiligungsphase werden alle jene Projekte und Vereine dargestellt, die in 2014 eine Kulturförderung erhalten haben. Im Ihrem benannten Fall ist der Förderempfänger das Sächsische Eisenbahnmuseum e. V. Chemnitz. Daraus resultiert die gewählte Darstellungsform.

      Die Kooperation des Technikmuseums Seilablaufanlage Chemnitz Hilbersdorf mit dem Eisenbahnmuseum ist uns natürlich bekannt und deshalb auch im Text erläutert. Nach Beginn der Beteiligung erfolgte am 9. Januar 2015 nochmals eine Anpassung der Darstellung im Internet mit einer deutlicheren Nennung des Vereins Eisenbahnfreunde “Richard Hartmann” Chemnitz e. V. als Veranstalter mit Abbildung der eigenen Internetadresse.

      Die Umfrage erhebt nicht den Anspruch repräsentativ zu sein. Die Entscheidung über die zukünftige Förderung wird ebenfalls nicht aufgrund der Teilnahme pro Projekt entschieden sondern in dem bewährten Abstimmungsprozess zwischen Kulturbüro, Kulturbeirat und dem Stadtrat abgewogen. Vielmehr geht es uns darum eine Rückmeldung zu bekommen, wie die Freie Kultur in Chemnitz wahrgenommen wird.

      Nach Hinweisen wurde der Beteiligungszeitraum bereits von drei auf vier Wochen erhöht. Eine weitere Verlängerung ist jedoch leider nicht möglich, da die Ergebnisse dem Stadtrat für die Diskussion des Haushaltplanes am 25.02.2015 zur Verfügung gestellt werden.

      Eine Rang- und Reihenfolge gibt es bei den vorgestellten Maßnahmen nicht. Die Nummerierung wurde im Amtsblatt und in der Infobroschüre zum Bürgerhaushalt lediglich für eine einfachere Antwortmöglichkeit eingefügt und stellt ausdrücklich keine Wertung dar. Auf dieser Internetplattform wird sie deshalb nicht benannt. Die Darstellung auf der Stadtkarte ist räumlich und nicht nummerisch gegliedert.

  19. vivalamusica sagt:

    Ich finde es begrüßenswert, dass sich die Stadt Chemnitz für seine “freie Kultur” und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit interessiert. Die Umfrage kann aber tatsächlich keinerlei repräsentativen Ergebnisse liefern (soll sie ja wohl auch nicht): beispielsweise stehen kleine Projekte gegen große Vereine mit entsprechend hohen Mitgliederzahlen, die bei einem entsprechenden Aufruf sicher gern für ihren eigenen Verein abstimmen. Auch zeigen die unterschiedlichen Zielgruppen der Kulturangebote unterschiedliche Bereitschaft zum Abstimmen (Jugendliche vs. Ältere ect.), Das ganze ist so repräsentativ als würde man fürs TV in einer Umfrage Musikantenstadl und Fußballbundesliga gegen einen Arte-Konzertmitschnitt von zeitgenössischer Musik “antreten” lassen. Es liegt ja auf der Hand, dass große institutionelle Förderungen auch mehr potentielle Abstimmer bieten als eine einzelne Lesung / ein einzelnes Konzert ect….. Bleibt abzuwarten, wie mit den “Ergebnissen” umgegangen wird.
    Die 5 Prozent halte ich auch für mehr als notwendig um die sogenannte “freie Kultur” zu stärken. Es gibt so viele Projekte, die (wenn vielleicht auch für ein kleines Publikum zugeschnitten) doch für die Vielfalt in der Kulturlandschaft unerlässlich sind und damit auch für die Attraktivität der Stadt. Hilfreich wäre sicher auch eine flexiblere Handhabung der Antragsfristen, damit auch kurzfristigere Projekte noch eine Chance auf Durchfürhung haben bzw. auf unvorhersehbare Finanzierungslücken noch kurzfristig geschlossen werden können.

  20. Herzblut sagt:

    Wir alle haben nun 4 Wochen lang für die hier aufgelisteten Einrichtungen Partei ergriffen und um die so bezeichnete freie Kultur gekämpft.
    Sicher wurden interne Vereinsfreunde, Besucher und Mitstreiter zur Meinungsabgabe animiert, was am Ende auch völlig legitim ist. Dass die Anzahl der Wortmeldungen keine Fördermittel-Rangliste darstellen sollen, war von Anfang an so publiziert. Trotzdem, die Wortmeldungen beim Fritz-Theater, dem arktisch-alpinen Garten oder auch dem Schulmuseum sprechen für sich, um mal 3 Einrichtungen stellvertretend zu nennen (keine Rangliste/Wertung meinerseits). Weiter oben wurde ja durch die Moderation erklärt,
    dass die Entscheidungen in einem “bewährten Abstimmungsprozess zwischen Kulturbüro, Kulturbeirat und dem Stadtrat abgewogen” werden. Ich hab da meine leisen Zweifel, wenn schon solche um die Erhaltung einmaliger Werte bemühten Vereine wie die Eisenbahnfreunde Richard Hartmann Chemnitz e.V. hinter dem Eisenbahnmuseum nur versteckt auftauchen.
    Was hier wichtiger als die evtl. vereinsinterne Lobhudelei war: es wurde auch der Finger gehoben und gewarnt, zum Teil protestiert. Im Wort Ehrenamt versteckt sich neben dem Amt auch das Wort Ehre. Mit dieser Ehre sind alle Vereine täglich zum Wohl der Stadt dabei. Dies sei den Entscheidern ins Stamm- buch geschrieben, Sie haben dabei eine Menge Verantwortung! Mehr auf die bestehenden Probleme einzugehen und dabei den Betroffenen aktiv zuzuhören scheint angesagter denn je. Was man so hört sind neben dem teils bürokratischen Aufwand zusätzliche Fußangeln, wie das evtl. Infragestellen von
    einzelnen jetzigen Standorten dabei komplett kontraproduktiv. Da ist dringend ein Umdenken nötig. Auch bei den finanziellen Mitteln, diese Einrichtungen hier leisten ganz offensichtlich weitaus mehr für das
    kulturelle Leben dieser Stadt, als mit einem Budget von 5% abgefunden zu werden. Es sei denn, es sollte nur mal Volkes Stimme zu Wort kommen um die Stimmungslage zu erkunden. Hier gehts für die Stadt um viel mehr, als um die bloße kulturelle Förderung!
    Die Umfrage selbst war/ist ausbaufähig. Für die Teilnehmer/Verfechter der freien Kultur u.a. Preise in Form von Tickets für die Kunstsammlungen auszuloben, empfinde ich als anmaßend und stillos! Wäre besser gewesen, bei den vielen “Freien” paar Freikarten zu generieren und diese als Preise nach Wahl zu verteilen. Beim Marketing-Cover gebe ich zu bedenken, dass es in Chemnitz nicht nur APP-Affine Einwohner gibt. Selbst dabei mit Stadt der Moderne zu kokettieren, nervt. Weniger ist da mehr und es schont das Geldsäckel.
    Ach ja, passt zwar nicht zu den Finanzen, eigentlich aber doch: während wir hier alle diskutiert haben, sind im Conti-Loch die Bagger angerollt um auch noch das letzte Stück der Innenstadt zu betonieren. Einen Straßenzug weiter liegt auf der Brückenstraße ein riesiger Gebäudekomplex zur Hälfte brach. Davor steht unser aller Nischl mit einem witterungsbedingt weißen Haupt. Könnte es sein dass es sich hierbei nicht um Schnee sondern um graue Haare handelt, die ihm gewachsen sind? Wenn man ganz leise ist, hört man ein Knirschen am Sockel, das kommt vom Kopfschütteln oben drüber. Dabei geht der Blick von unserem “Karli” kerzengerade in Richtung Rathaus. Nur mal so nebenbei.

    Zum Schluß an alle “Freien”: ich wünsch Euch, dass Euch die Besucher auch in Zukunft die Bude nur so einrennen ;-D. Ihr verkörpert das, was die Leute wirklich sehen und hören wollen. Und hört nicht auf zu kämpfen, ihr kämpft auch für kommende Generationen! Ich habe fertig.