Bürgerbeteiligung 2013 zum Thema Öffentliche Spielplätze

- Vom 5. November bis zum 1. Dezember 2013 -

26.04.2014
Stadtrat beschließt Spielplatzkonzept

Die  Spielplatzkonzeption 2025 hat der Stadtrat am 21.05.2014 beschlossen: Das Papier enthält Details dazu, welche kommunalen Spielplätze und Freizeitanlagen in Chemnitz erneuert, erweitert oder gegebenenfalls zurückgebaut werden. Gegliedert nach Stadtgebieten beschreibt es den Zustand einzelner Spielplätze und die konkreten Pläne der Stadt zu deren Fortbestand, Verbesserung oder gegebenenfalls zu einem Rückbau. Die Ergenisse der Bürgerbeteiligung waren dafür eine wesentliche Grundlage.
Link zur Pressemeldung
Link zur Vorlage Spielplatzkonzeption 2025

13.02.2014
Stadtrat beschließt Haushaltsplan mit Erhöhung der Investitionen für Spielplätze

In seiner gestrigen Sitzung hat der Stadtrat den Haushaltsplan 2014 für die Stadt Chemnitz beschlossen. Mit den Änderungsanträgen der Fraktionen wurden im Ergebnis der Beratung bei Investitionen für Spielplätze im Jahr 2014 80.000 Euro und in den Jahren 2015 und 2016 jeweils 50.000 Euro mehr veranschlagt. Der Haushaltplan wird nun der Landesdirektion Sachsen zur Genehmigung vorgelegt.

14.01.2014
Zusammenfassung der Ergebnisse liegt vor

Die Auswertung der Bürgerbeteiligung öffentliche Spielplätze liegt nun vor und ist hier einsehbar.
Die Ergebnisse gehen als Informationsvorlage für die Sitzung am 12. Februar 2014 an den Stadtrat und werden im Jugendhilfeausschuss, dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss sowie dem Verwaltungs- und Finanzausschuss vorberaten. Das Grünflächenamt hat mit der Diskussion ein wertvolles Feedback von den tatsächlichen Nutzern der Spielplätze erhalten und wird auf dessen Grundlage und der Beratungsergebnisse des Stadtrates und seiner Gremien die Spielplatzkonzeption entwickeln und bis zum Sommer zur Beschlussfassung vorlegen.

02.12.2013
Beteiligungszeitraum beendet

Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme! Rund 600 Teilnehmer haben uns bis zum 1. Dezember 2013 zu 111 öffentlichen Spielplätzen Ihre Meinungen zukommen lassen. Dabei wurden über 1.800 Bewertungen zum aktuellen Angebot der Spielplätze abgegeben, fast 3.300 mal erfolgte eine Beurteilung des Entwicklungsvorschlages der Verwaltung und von der Kommentarfunktion wurde über 800 mal Gebrauch gemacht. Die detailierte Auswertung befindet sich in Erarbeitung und wird Anfang 2014 hier eingestellt.

05.11.2014
Warum gibt es eine Bürgerbeteiligung zu diesem Thema?

Die Stadt Chemnitz betreibt derzeit 111 öffentliche Spiel- und Freizeitanlagen mit einer Fläche von ca. 18,1 ha. Für Spielplätze stehen im Entwurf des städtischen Haushaltes 2014 Mittel in gleicher Höhe wie in den Vorjahren zur Verfügung. Jedoch hat sich gezeigt, dass damit nicht alle vorhanden Spielplätze in einem zufrieden stellenden Zustand erhalten werden können. Um mit den vorhandenen Mitteln künftig auszukommen, plant das Grünflächenamt weniger Spielplätze als bisher zu betreiben, diese aber  in höherer Qualität und Attraktivität. Zu diesem Zweck wird eine Spielplatzkonzeption erarbeitet, die die Entwicklung der kommunalen Spielplätze beschreibt. In diese werden die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens einfließen.

Die Pläne sind auch ein Vorschlag des Amtes aus dem Verwaltungs- und Strukturkonzept, das den Ausgleich des städtischen Haushaltes bis zum Jahr 2015 vorsieht. Allerdings sind mit diesem Vorschlag keine finanziellen Kürzungen verbunden: Das Geld, dass durch die Aufgabe alter oder aus Sicht der Verwaltung wenig genutzter Spielplätze frei wird, soll in die übrigen Anlagen investitiert und damit deren Qualität erhöht werden.

Darüber hinaus ist es ein Ziel des Bürgerhaushaltes, Haushaltsthemen der Öffentlichkeit vorzustellen, Beteiligungen dazu durchzuführen und diese Ergebnisse dem Stadtrat im Rahmen der Haushaltsplanung zur Verfügung zustellen.

Wie funktioniert die Beteiligung?

Um an der Bürgerbeteiligung teilnehmen zu können ist eine Registrierung mit E-Mail und Benutzername erforderlich.

Auf unserer Internetseite werden alle öffentlichen Spiel- und Freizeitanlagen der Stadt Chemnitz nach Stadtgebieten auf einer Karte vorgestellt.

Zu jedem Stadtgebiet gibt es einen Einzelplan auf dem die Standorte mit ihren Einzugsbereichen eingezeichnet sind. Es gibt Angebote für 0 – 12 Jahre mit einem Radius von 350 m, Angebote für 13-18 Jahre mit einem Radius von 1000 m sowie kombinierte Anlagen. Mehr Details und die Möglichkeit zur Beteiligung finden Sie, wenn Sie den einzelnen Spielplatz anklicken.

Als erstes interessiert uns, wie Sie das aktuelle Angebot des Spielplatzes einschätzen. Hier können bis zu 5 Sterne pro Spielplatz vergeben werden (1 Stern „schlecht“, 5 Sterne „sehr gut“)

Danach wird der Entwicklungsvorschlag bis 2025 vorgestellt. Dieser kann sein:

Angebotserweiterung
= das Angebot des Spielplatzes wird aufgewertet

Erhalt
= das Angebot des Spielplatzes bleibt gleich und wird nach  Abnutzung gleichartig erneuert

Auslaufende Nutzung
= das Angebot des Spielplatzes wird nicht erneuert, in der Folge wird der Standort nicht mehr als Spielplatz betrieben

Teilen Sie uns dazu mit „Daumen hoch“ mit, ob Sie diesen Vorschlag gut finden oder mit „Daumen runter“ nicht unterstützen wollen. Wenn Ihnen unser Vorschlag nicht zusagt, hinterlassen Sie bitte dazu Ihre Meinung in dem darunter liegenden Diskussionsbereich. Auch alle anderen Anregungen und Hinweise können Sie uns dort gern mitteilen und mit anderen Teilnehmern diskutieren.

Die Stadtverwaltung legt hauptsächlich den Schwerpunkt auf die Förderung von Spiel- und Freizeitanlagen für größere Kinder und Jugendliche. Spiel- und Freizeitanlagen sollen insbesondere in den Gebieten angeboten werden, in denen natürliche Bewegungsräume für Kinder und Familien nicht oder nur in geringen Umfang vorhanden sind. Weitere Kritierien für die Einordnung der Entwicklungsvorschläge finden Sie hier.

Im Anschluss an die Bürgerbeteiligung erfolgt eine Auswertung nach Stadtgebieten. Das Ergebnis wird dem Stadtrat vor dem Haushaltsplanbeschluss 2014 zur Information übergeben. Gleichzeitig sind Ihre Meinungen und Ideen ein wichtiger Baustein für die  Erarbeitung der Spielplatzkonzeption.

Auf Grundlage der Sächsischen Bauordnung sind auch private Bauherren verpflichtet, bei der Errichtung von Wohnungen entsprechende Spielflächen in unmittelbarer Wohnungsnähe auszuweisen. In privater Verantwortung von Wohnungsgesellschaften werden aktuell rund 360 Spiel- und Freizeitanlagen betrieben. Viele davon sind Angebote für Kleinkinder. Diese und weitere Angaben finden Sie als “Weitere Informationen zum Stadtgebiet” rechts unterhalb jeder Stadtgebietskarte.

Was ist nötig um einen Spielplatz zu betreiben?

Neben der Herstellung und Errichtung eines Spielplatzes als Investition muss auch an die Aufwendungen für Unterhaltung und Betreibung gedacht werden.

Die Öffentlichen Spielplätze werden vom Grünflächenamt der Stadt Chemnitz verwaltet und finden sich im Haushaltsplan der Stadt Chemnitz unter dem Produktbereich 55 Natur- und Landschaftspflege und der dazugehörigen Produktuntergruppe 55110 Öffentliches Grün / Landschaftsbau wieder.

Im Ergebnishaushalt ist der Planansatz für die Unterhaltung der öffentlichen Spielplätze in den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (Materialien) in folgender Höhe enthalten (in Euro):

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
58.660 58.660 88.660 58.660 58.660 58.660 58.660

In 2013 beschloss der Stadtrat auf Antrag von Ratsfraktionen eine Aufstockung des Budgets um 30.000 Euro. Darüber hinaus sind die Planansätze der vergangenen und geplanten Jahre gleich bleibend.

Im Finanzhaushalt 2014 sind Investitionen in folgender Höhe vorgesehen (in Euro):

2014 2015 2016 2017
185.000 175.000 260.000 200.000

 In 2014 sollen damit diese Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Ersatz von Geräten
  • Planung der Freizeitanlage am Otto-Werner-Garten
  • Planung Körnerplatz
  • Planung Lessingplatz
  • Bau Stadtpark Clausscher Park

Bundesweit wird statistisch von einem Wert von 35 Euro pro Kind und Jahr ausgegangen (Unter Berücksichtigung von Personal-, Unterhaltungs- und Investitionskosten). In Chemnitz stehen derzeit 21,80 Euro (Stand: 2013) zur Verfügung.

Das Thema öffentlich Spielplätze ist mir wichtig – Wie kann ich mitmachen?

Wer die Stadt Chemnitz zu öffentlichen Spielplätzen unterstützen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten:

Spende / Sponsoring
Eine Geldspende bzw. Sponsoring ist gern gesehen. Sachspenden sind in der Regel nicht möglich, da die Geräte normgerecht sein müssen und die Abstimmung von Einzelgeräten bei der Vielzahl der Spiel- und Freizeitanlagen nicht leistbar ist.

Spielplatzpate
Wenn Sie Interesse haben, regelmäßig und ehrenamtlich auf „Ihrem“ Spielplatz präsent zu sein, melden Sie bitte Ihre Bereitschaft über die Behördenrufnummer 115 an.  Möglicherweise kommt eine Spielplatzpatenschaft auch für Sie in Betracht.

Teilnahme an Arbeitseinsätzen
Ab 2014 wird das Grünflächenamt organisierte Arbeitseinsätze für die Pflege von Grünanlagen anbieten, zunächst auf dem Sonnenberg und dem Kaßberg. Bitte informieren Sie sich über das Amtsblatt.

Verträge zur Übernahme von Unterhaltungsleistungen
Sie sind an einem ehrenamtlichen Bürgerpflegevertrag für Grünpflegeleistungen interessiert? Bitte kontaktieren Sie das Grünflächenamt mit Angabe der Sie interessierenden Grünanlage.

Gewinnspiel

Für die Teilnehmer wird zusätzlich ein Gewinnspiel angeboten. Verlost werden im Dezember folgende Preise:

1. Preis:          Erlebnisrundgang durch die Feuerwache mit Bürgermeister Berthold Brehm

2. Preis:          1 CFC-Fußball mit den Autogrammen der Spieler

3. Preis:          2 Freikarten für ein Basketballspiel der NINERS

Nutzer, die sich erstmals auf unserer Plattform anmelden, können die Gewinnspielteilnahme bei der Anmeldung bestätigen. Bereits angemeldete Nutzer ohne Newsletterbestellung senden uns bitte eine formlose Mail zur Teilnahme am Gewinnspiel an: gewinnspiel[at]stadt-chemnitz.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

28 Meinungen zu Bürgerbeteiligung 2013 zum Thema Öffentliche Spielplätze

  1. Thorsten Wallus sagt:

    hallo,
    sehr schön das die stadt chemnitz sich nicht zu blöd ist ihre Verantwortung selbst zu tragen und selbige jetzt auch noch auf die bürger abwälzt. ich finde es super, dass die stadt einem ballsportverein der unteren mittelklasse ein stadion für am ende mindestens 30 millionen baut und das zu einer ausschließlichen einseitigen nutzung. das schlimme ist, dass selbiges in einer zeit pasiert wo chemnitz kein geld für nichts hat und an wirklich wichtigen sachen wie sozialen projekten und kitas sparen muß und für so einen mist kohle hat oder sich eben selbige organisiert. der witz bei der sache ist ja, dass der cfc nicht mal das geld für die miete hat. nach eigenen aussagen kann er lediglich 700.000 aufbringen, aber he ist doch egal, werden eben wieder ein paar soziale einrichtungen geschlossen. also für mich sind das eindeutig mafiastrukturen und da sollten sich mal andere leute einschalten, die nicht eigene interessen verfolgen oder unter druck gesetzt werden können, wurden und oder werden.

    mit freundlichen grüßen

    thorsten wallus

    • Zwergnase sagt:

      siehe in : Haushalt 2013 / Natur- und Landschaftspflege / Teilhaushalt 55

      Wow, sechs Fußballfelder =550,6 ha ??? Kann man nur hoffen, dass die Planer fürs neue Stadion wenigstens wissen wie groß ein Fußballfeld ist ;-).
      (Kleiner Tipp: FIFA Norm – Idealmaß 105 m x 68 m =7140 m²)

    • Spielpate sagt:

      Langsam kann ich es nicht mehr hören: Wofür muss die Entscheidung zum Stadionbau noch alles herhalten? Wer schimpft eigentlich mal auf Land und Bund, die ihre Zuschüsse immer mehr kürzen, aber im Gegenzug immer neue Aufgaben auf uns übertragen. Die Verantwortung, wie es um die Chemnitzer Finanzen steht, liegt in der Hauptsache bei den Land und Bund regierenden Parteien. Von kommunaler Selbstverwaltung kann keine Rede sein…
      Wenigstens werden wir Bürger überhaupt gefragt. Wie groß wäre der Aufschrei, wenn die Stadträte alleine über die Spielplätze entscheiden würden? Nehmt doch die kleine Möglichkeit der Bürgerbeteiligung wahr, auch wenn es noch viel weiter gehen könnte.
      Zum eigentlichen Thema:
      Mich würden die Maßstäbe interessieren, nach denen die Entscheidungen getroffen wurden, welche Spielplätze geschlossen und welche ausgebaut werden sollen. Manchmal trifft es den einzigen in einem Stadtteil. Transparenz sieht anders aus.

      • moderation sagt:

        Siehe auch Antwort auf Kommentar GrafZ: Kriterien für die Einordnung von Entwicklungsvorschlägen finden Sie hier.

    • pinkpanther-1 sagt:

      Hallo,
      also ueber die Kommentare von Herrn Wallus kann ich nur lachen …. und das herzhaft !
      Was hat das Stadion mit den Spielplätzen oder der Bürgerbeteiligung zu tun, rein garnichts.
      Dazu muss man wissen, dass etwas zu bauen und etwas zu unterhalten zwei paar Schuhe sind, so auch aus unterschiedlichen Töpfen finanziert werden.
      Zweifellos ist aber eine finanzielle Schieflage in der Stadt erkennbar.
      Die Kulturausgaben sind so nicht vertretbar, wenn ein Theater im Jahr ! 25 – 26 Mio. Zuschuss benötigt und immernoch neu Museen gebaut werden wobei alle wissen das diese nicht ohne weiteren jährlichen Zuschüssen überleben werden.
      Die Stadt hat seit 1990 fast 100.000 Einwohner verloren und leistet sich in Sachen Kultur noch viel mehr als vor 23 Jahren. Da können wir uns auch nicht mit Leipzig oder Dresden vergleich, die haben die doppelte Einwohnerzahl.
      Das CFC Stadion ist in den 1930 Jahren gebaut und nur unwesentlich renoviert oder erneuert worden, es ist also überfällig ein 90 Jahre altes Stadion zu erneuern noch dazu wo unwesentliche Erhaltungskosten für die Stadt anfallen.
      Im Verhältnis sind die 25 Mio. fürs Stadion nach 90 Jahren zu den jährlichen 25 Mio. fürs Theater doch ein Schnäppchen.
      Normalerweise ist eine ähnlich hohe Summe auch für das Sportforum notwendig mit Stadion und Radrennbahn.
      Der Schlüssel liegt aber bei Land und Bund, solange wir noch für die Sachsen LB
      1 Milliarde Euro übrig haben solange müssen wir halt Spielplätze schließen.
      Ach ja, wie viele Bürger hatten nochmal die CDU im September gewählt …….. ?

      Trotzallem finde ich aber die Bürgerbeteiligung gut und ein Schritt in die richtige Richtung.

  2. bschonlau sagt:

    Sehr geehrte Entscheidungsträger,
    hat die Stadt Chemnitz ein Stadtentwicklungskonzept aus dem hervorgeht, in welchen Vierteln zukünftig wie viele Menschen wohnen, in welchen Vierteln die Menschen arbeiten, welche Bedürfnisse sie haben?
    Wenn es dieses Konzept gibt, sollte daraus klar der Bedarf an Spielplätzen und die daraus resultierenden Kosten ermittelbar sein.
    Gibt es dieses Konzept nicht, sollten Sie sich fragen, warum es das Konzept nicht gibt!
    Glauben Sie, dass Bürgerbeteiligung professionelle Planungsarbeit für ein Spielplatzkonzept ersetzt?
    In einer Demokratie warden die Rahmenbedingungen durch die Bürger bzw. ihre Volksvertreter festgelegt. Die Ausführung unterliegt der Verwaltung. Hier werden die Rollen vertauscht. Es kann nicht sein, dass eine Unternehmensberatung der Stadt sagt, in welchen Bereichen gespart werden soll und die Bürger in der Bürgerbeteiligung über die Ausführung entscheiden.
    Es bleibt nur zu hoffen, dass Sie als Stadträdte endlich ihre Rolle als Bürgervertreter wahrnehmen und beginnen, der Stadtverwaltung die Vorgaben zu machen, anstatt alle Themen der Stadtverwaltung einfach durchzuwinken.
    Fakt ist, dass durch einseitige Entscheidungen zugunsten des Stadionbaus und des Erhalts aller Sparten des Theaters das Geld an vielen anderen Stellen fehlt. Damit, liebe Damen und Herren des Stadtrats, wünsche ich mir, sollten Sie sich auseinandersetzen und eigene Vorschläge zur Strukturierung des Haushalts einbringen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Benedikt Schonlau

  3. GrafZ sagt:

    Sehr geeherte Damen und Herren,

    es ist schon bitter, dass Bürgerbeteilgung in Chemnitz nur dann funktionieren darf, wenn es um Schließung bestimmter sozialer Einrichtungen geht. Der Bürger hat ja mit abstimmen dürfen, also ist es es auch legitim zu kürzen. Warum wird diese Strategie immer nur bei soziokulturellen Projekten gemacht, aber nicht bei renommierten Großprojekten? Traut man dem Bürger nur zu, lediglich über Sandgruben Kenntnis zu haben. Dieser schale Beigeschmack drängt sich mir jedenfalls auf.

    Eine andere Frage ist die der Repräsentativität solcher Umfragen: Was ist, wenn “der Bürger” keinen einzigen Spielplatz schließen will? Und selbst wenn sich bei dem einen Ort mehr als bei dem anderen beteiligen, was heißt das über die Nutzer des Spielplatzes? Immerhin ist hinlänglich bekannt, dass sich an Projekten der Bürgerbeteiligung überproportional obere Einkommensgruppen beteiligen. Die andern bekommen dann die Quittung “im Namen des Bürgers”? Ein etwas fragwürdiges Verständnis von Partizipation. Vielleicht hätte die Stadt zumindest eine solidere Erhebungstechnik wählen sollen.

    Aber selbst der hier angezeigte Plan, Spielflächen zu reduzieren, um die weiter entfernten und erhaltenswerten aufzuwerten, erschließt sich mir nicht: Der Spruch “Kurze Wege für kurze Beine” gilt nicht merh? Wenn Mobilität das non plus ultra ist, kann man jede Art von Förderung einstellen, denn höherwertigen Fußball und höherwertige Kultur (in jeder Hinsicht) kann man im Radius von 80 km leicht erleben. Zudem heißt Aufwertung letztlich höherwertige (teurere) Spielgeräte, auf denen dann mehr Kinder spielen. Und das soll Kosten einsparen? Wohl kaum. Vielmehr dürften diese Spielgeräte schneller kaputt gehen, der Verfall des Spielplatzes beschleunigt werden und damit erneut die Reduzierung weiterer Spielplätze vorangetrieben werden.

    • moderation sagt:

      Anmerkung der Moderation:

      Die Bürgerbeteiligung zu öffentlichen Spielplätzen ist einen Baustein zur Erstellung der Spielplatzkonzeption. Die Erkenntnisse des Grünflächenamtes werden damit nicht ersetzt, sondern ergänzt. Somit kann die Verwaltung besser auf die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten eingehen.

      Darüberhinaus ist zukünftig geplant eine Bürgerbeteiligung zu Zukunftsprojekten durchzuführen. Dort werden dann Projekte vorgestellt, die noch nicht im städtischen Haushalt verankert sind. Gern können Sie uns dann Ihre Meinung zu möglichen Großprojekten zukommen lassen.

      • GrafZ sagt:

        “Die Erkenntnisse des Grünflächenamtes werden damit nicht ersetzt, sondern ergänzt. ”

        Und das ist dann Bürgerhaushalt? Was ist denn mit einem transparenten und moderierenden Verfahren? Wie kam die Streichliste zu Stande? Darüber erfährt man ebenso nichts, wie mit der möglichen Verwertung der Befragung? (Was passiert denn, wenn die Bürger in den Augen der Verwaltung nicht sachgerecht entscheiden? Wird dann der Stadtrat vorgeschickt?) Der Bürger wird letztlich aufgerufen, um bei einer Sache mitzumachen, über dessen Verfahren er lieber im Unklaren gelassen werden soll. Dabei ist nicht nur der Bürger der Dumme, sondern letztich wird dies zu neuen Angriffen auf den Stadtrat führen,- und nicht etwa zur Infragestellung von Konzeptionen aus dem Grünflächenamt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

        Übrigens: Bürgerbefragung mit einer rein akklamativen Frage ist eben keine Deliberation. Zumindest hätte man zu einer offeren Befragung (ohne Streichliste) greifen sollen.

        Was die Großprojekte betrifft: Schön, dies zu hören.

        • moderation sagt:

          Der Einordnung eines Entwicklungsvorschlages durch die Verwaltung liegt immer eine Einzelfallbewertung zu Grunde. Kritieren dafür können dem beigefügten Link hier entnommen werden.

  4. zoeysmama sagt:

    ihr könnt doch einfach ne die spielplätze dicht machen. und dann regt ihr euch auf warum die kinder und jugendtlichen straftätig werden und alles kaputt machen.
    was sollen die auch anders machen wenn ihnen alles weg genommen wird auf den sonnenberg wird ein jugendclub zu gemacht weil er zu groß war und musst in ein deutlich kleineres haus ziehen.
    erlich gesagt habt ihr sie nicht mehr alle was bleibt uns denn noch wenn alles geschlossen wird. ihr habt einfach einen riesen knall.
    und dann wollt ihr noch das wildgatter schließen hallo gehts noch das ist ein beliebtes ausflugziel aller familien selbst ich war dort jedes jahr mit meiner mum weil es mich so fastziniert hatte die tiere zu füttern und das will ich mit meinem kind auch machen.

    spar maßnahmen das ich ne lache dann hört auf irgentwelchen rotz zu bauen wie zum beispiel die esse zu bemahlen das braucht nun wirklich keine stadt. stadt mal was sinvolles zu bauen wollt ihr lieber kinderspielplätze schließen echt krank

  5. Steffi0815 sagt:

    Eine Frage zum Nachdenken: Wie viele Spielplätze könnte man erhalten, wenn man auf das Prestigeobjekt “Hightec-Spielplatz am Johannisplatz” verzichtet hätte? Baukosten waren lt. Medienberichten 170.000 Euro und damit ist es nicht getan, die Computertechnik muss auch noch alle 6 Wochen gewartet werden, was sicherlich auch einige Kosten verursacht.

    Zweite Frage zum Nachdenken: ist es sinnvoll Spielplätze im Gebiet Mitte zu ballen? Es gibt ja den Trend, dass junge Familien eher in die Stadtrandgebiete ziehen und gerade dort sollen viele Spielplätze entfallen. Spielplätze sind für die Bewohner vom Stadtrand bald nur noch mit dem Auto erreichbar, schön für die Stadt – zusätzliche Einnahmen aus Parkgebühren.

    • Lady92 sagt:

      Ja also dieser Hightec-Spielplatz ist auch nicht meins. Ich glaube soll eher “die Stadtder Moderne” wiederspiegeln. Nach kosten und Nutzen hat da keine nach gefragt… Finde die Idee für die Comptergeneration was zu bauen zwar nicht schlecht, aber so toll sind die Geräte leider nicht wirklich. Da hätte man echt was schöners bauen können!

    • Baumeister59 sagt:

      Familien sollen zukünftig nicht mehr an den Stadtrand ziehen. Wer dies dennoch tut, hat abgewogen, dass die Stadtrandlage andere Vorteile bringt, als einen öffentlichen Spielplatz um die Ecke.

  6. zwergkugelfisch-mama sagt:

    Die Übersicht zu den Chemnitzer Spielplätzen sollte auch nach Abschluss der Bürgerbefragung online bleiben – selbstverständlich ohne die Angaben, ob Erhalt usw. Da sind einige schöne Plätze, die wir noch nicht kennen und gern erkunden wollen.

    Ein Link auf der städtischen Homepage unter Familie – Kinder wäre deshalb sehr schön.

    • Lady92 sagt:

      Der meinung muss ich mich anschliessen. Es wäre auf jeden Fall mal angebracht wenn es für Chemnitz mal so eine Art Spielplatzkarte /-Übersicht gebe. Wenigsten Online , aber besser noch zu papier was dann auch in öffentlichen Gebäuden ausliegt. Viele Spielplätze muss man echt erst entdecken bzw. von mundpropaganda erfahren. In eingen Stadtteilen kenn ich mich aber gar nicht aus und beim durchklicken sahen einige schon attraktiv aus. Aber woher soll mans wissen wo die sind?

  7. Spielpate sagt:

    Die Stadtverwaltung sowie die Stadträte sollten auch Äußerungen aus anderen Spielplatzportalen berücksichtigen, z. B. Spielplatznet.de
    Da kann die akutelle Wahrnehmung festgestellt und Handlungsbedarf abgeleitet werden.
    Generell sollte im Zuge der Beratung zu den Spielplätzen auch über deren Sauberkeit und Ordnung eine Rolle spielen, trägt dies doch stark zu deren Nutzung und Attraktivität bei.
    Außerdem sollten die Eltern der die Spielplätze nutzenden Kinder vermehrt auf die Regeln aufmerksam gemacht werden: nicht rauchen, keine Glasflaschen etc.. Früher gab es Hinweisschilder. Wo sind die hin?

  8. hardy0110 sagt:

    Ich war entzetzt als ich im Radio hören musste, das unsere Stadt mehrere Spielplätze und anderes Leistungen
    aus Kostengründen oder wie auch immer, schließen und kürzen will. Als ich dann noch in der Freien Plätze lesen musste, dass die Stadt ein Unternehmen aus Nürnberg beauftragt eine Analyse oder Stuie zu erstellen, die nur schlappe 300000,00€ gekostet hat, da hat es mir fast den Atem genommen.
    Diese Geld wäre sinnvoller angelegt.
    Besser wäre es gewesen wenn die Stadtväter und unsere Stadtmutter, Frau Barbara Ludwig, unser Einwohner befragt hätte.
    Möglichkeiten dies im Amtsblatt zu tun sind doch vorhanden.Dieses Dokument erscheint doch jeden Mittwoch mit einer wöchentlichen Werbezeitung und wird in den Haushalten verteilt.
    Ich hoffe das in den Amtsstuben die Vernunft siegt und über diese für mich nicht nachvollziebaren Maßnahmen nachgedacht wird.

  9. ArndHeidemueller sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    sollte die Frage hier an der falschen Stelle gestellt sein oder die Antwort schon irgendwo stehen, bitte ich um Entschuldigung.

    Werden die abgegebenen Stimmen für / gegen den jeweiligen Standort ins Verhältnis zur Einwohnerzahl des entsprechenden Einzugsgebietes gesetzt?
    Eine absolute Betrachtung macht wohl angesichts der unterschiedlichen Einwohnerdichte in den Stadteilen bzw. Ortschaften keinen Sinn.

    Mit freundlichen Grüßen

    gez.
    Arnd Heidemüller

    • moderation sagt:

      Eine Auswertung erfolgt getrennt nach Stadtteilen. Damit erfolgt eine Eingrenzung des Einzugsgebietes. Darüber hinaus ist es möglich im Rahmen der Auswertung weitere statistische Daten mit einfließen zu lassen.

  10. chica111981 sagt:

    Tatsache ist, jede andere Stadt bekommt es irgendwie hin, nur Chemnitz versagt! Kinderfreundliche Länder wie Dänemark oder Schweden investieren in Ihre Zukunft. Bei uns muss man sich fast schon entschuldigen wenn man ein Kind hat! Auf der Suche nach Freizeitangeboten bin ich jedes mal deprimiert wie schlimm es um Chemnitz steht….und der einzige Spielplatz der mir und meinen Kindern gefällt verwaist auch zusehend! Schade, mehr kann man einfach nicht dazu sagen!

  11. krakat2 sagt:

    Hätte man nicht schon bei der Stadionfrage auf Bürgerbeteiligung setzen können. Hätte mich doch sehr interessiert wie viele das Stadion tatsächlich lieber haben, als die Förderung von Kindern und Vereinen.

    Also vielen Dank der Nachfrage.:-)

  12. Thorsten Wallus sagt:

    Hallo,
    also um das mit dem Stadion eventuell hier zu beenden siehe unten. Ach ja, es gibt nicht nur das Stadion, die Esse sowie die Fehlkonzipierung des Hochwasserschutzes usw. aber im Grunde geht es hier auf dieser Plattform um die Spielplätze in unserer Stadt und um das Unvermögen hochbezahlter Subjekte nachhaltige Entscheidungen zu Treffen. Wir sollten uns einfach mal fragen, warum wer auch immer solche Probleme hat, wenn es darum geht Sozial und nicht Asozial zum Wohle und zum Nutzen der Bevölkerung zu Prüfen und zu Entscheiden?!

    Mit freundlichen Grüßen

    Thorsten Wallus

    Hänel sieht in dem Zusammenhang dunkle Wolken für die Himmelblauen aufziehen. “Ich mache mir Sorgen, dass das, was der CFC beisteuern soll, nicht ausreicht”, sagte der Vereinspräsident vor den annähernd 1000 Fans. Er erinnerte daran, dass der Club für die neue Arena in der dritten Liga jährlich rund 700.000 Euro Betriebskosten zahlen soll, in Liga zwei wären es knapp 800.000 Euro. Hinzu kommen 180.000 Euro netto an Pacht (Liga drei) beziehungsweise mindestens 250.000 Euro Pacht in der 2. Bundesliga.

    “Wenn es Stadträte gibt, die der Auffassung sind, das sei immer noch nicht genügend, verstehe ich die Welt nicht mehr”, betonte Hänel. Denn mehr könne ein Verein nicht leisten. Er appellierte an alle Stadträte, die im vergangenen Herbst den Grundsatzbeschluss zum Stadionbau ermöglicht haben, “sich auf ihr Erinnerungsvermögen zu besinnen”. Zu den Konsequenzen für den Chemnitzer FC, falls der Stadionbau doch nicht zu Stande kommt, wollte sich der Vereinsvorsitzende auf Anfrage nicht äußern.

    Quelle: freie presse, erschienen am 16.07.2012 ( von Mario Schmidt )

    Mittwoch, 18. Juli 2012 16:14 Sport

    Chemnitzer Stadtrat bestätigt Stadionkonzept

    Der Stadtrat hat am Mittwoch in seiner Sitzung dem überarbeiteten Konzept für das neue CFC-Stadion mit großer Mehrheit zugestimmt.

    Insgesamt 30 Stadträte stimmten mit ja, 15 mit nein, 6 Stadträte enthielten sich. Im Mittelpunkt stand vor allem die Abstimmung des Finanzierungsmodells.

    Das sieht vor, das die GGG das neue Stadion an der Gellertstraße im Auftrag der Stadt fertig baut und dann an diese übergibt.

    Die Finanzierung des Projektes läuft über die GGG mittels eines Bankdarlehens, dessen Raten jedoch die Stadt zurückzahlt.

    Außerdem bleibt oder wird die Stadt Eigentümerin aller für den Umbau nötigen Grundstücke.

    Anschließend soll das neue Stadion dann über einen Vertrag mit einer Laufzeit über 20 Jahren an den CFC verpachtet werden.

    Die Höhe der Pacht hängt dabei von der Liga ab, in der der CFC spielt. Rund 900.000 Euro wären es jährlich in Liga 3, Knapp über eine Million in der 2.Bundesliga.

    Quelle: freie presse

  13. pp sagt:

    Spielplätze
    Gedanken und statistisches

    Die Ausführungen und Übersichten über die Spielplätze haben in erster Line Durchschnittswerte zum Inhalt und sind deshalb als solche auch nur zu werten.
    So ist nicht berücksichtigt ob Spielplätze an der Grenze zu Stadtteilen liegen und somit auch Kinder des Nachbarstadtteils mit versorgen.
    Es gibt Angebote für 0 – 12 Jahre mit einem Radius von 350 m, Angebote für 13-18 Jahre mit einem Radius von 1000 m sowie kombinierte Anlagen. Die Kreise durchdringen sich und die Angebote werden auch nicht immer den Vorgaben entsprechend genutzt. Wenn ich nun die Liste der „auslaufenden Nutzung“ betrachte, werden zwar die Anzahl der Durchdringungen der Aktionsradien geringer, die weißen Flächen aber dafür immer größer.
    Weiterhin haben wir es teilweise mit Spielplätzen zu tun, die darauf ausgelegt sind z.B. in Naherholungsgebieten nicht nur für die anwohnende Kinder das Terrain zu bilden, sondern für die Kinder der Besucher.( Spielplatz Stadtpark/Großer Teich, Spielplatz Wallanlage Johannisplatz, Spielplatz Pelzmühle usw.)
    Spielplätze anderer Träger ergänzen zwar das Angebot; für die Betrachtung sind sie aber kaum zu berücksichtigen, da sie teilweise beschränkten Zugang haben. Auf Grundlage der Sächsischen Bauordnung sind auch private Bauherren verpflichtet, bei der Errichtung von Wohnungen entsprechende Spielflächen in unmittelbarer Wohnungsnähe auszuweisen. Hier aber in erster Linie für Kleinkinder.
    Zwar ließen sich die Spielplätze der GGG, als städtische Tochter, einer freien Nutzung zuführen, aber bereits die Genossenschaften, Schulen und Kindereinrichtungen haben entsprechend abgeschlossene Plätze, ganz zu schweigen von Kirchen und rein Privaten Einrichtungen. Deshalb bin ich mir nicht mal sicher ob wirklich alle sonstigen Spielplätze aufgeführt sind. Für die Beurteilung der kommunalen Spielplätze haben sie sowieso keine Relevanz.
    Weiterhin sollte bedacht werden, auf einen Spielplatz geht man weil man gerade mal dazu Lust hat. Er muß also leicht erreichbar sein.
    Der Besuch zentraler Spielplätze ist immer mit Zeit und Kosten verbunden, also nicht die tägliche Regel und damit je weiter weg, desto seltener. Hier spielt das Prinzip „Kurze Beine-kurze Wege“ hinein. Die Kinder sind teilweise also darauf angewiesen, dass man sie hinbringt. Damit werden aber Kinder von der Benutzung der Spielplätze behindert bzw. ganz ausgeschlossen.
    Die Spielplatznutzung hängt auch nicht in erster Linie von der technischen Ausstattung ab. Hier spielen sehr oft individuelle Gesichtspunkte eine Rolle. So kann es durchaus bei Generationswechsel dazu kommen, das vorher stark besuchte Spielplätze eben nicht mehr so nachgefragt werden und umgekehrt.
    Die Stadtverwaltung legt hauptsächlich den Schwerpunkt auf die Förderung von Spiel- und Freizeitanlagen für größere Kinder und Jugendliche und orientiert deshalb darauf diese insbesondere in den Gebieten anzubieten, in denen natürliche Bewegungsräume für Kinder und Familien nicht oder nur in geringen Umfang vorhanden sind. Was soll diese Definition? Heißt das im Stadtpark braucht man keine Spielplätze?
    Neben der Herstellung und Errichtung eines Spielplatzes als Investition muss auch an die Aufwendungen für Unterhaltung und Betreibung gedacht werden.
    Die Öffentlichen Spielplätze werden vom Grünflächenamt der Stadt Chemnitz verwaltet und finden sich im Haushaltsplan der Stadt Chemnitz unter dem Produktbereich 55 Natur- und Landschaftspflege und der dazugehörigen Produktuntergruppe 55110 Öffentliches Grün / Landschaftsbau wieder.
    Im Ergebnishaushalt ist der Planansatz für die Unterhaltung der öffentlichen Spielplätze in den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (Materialien) in folgender Höhe enthalten (in Euro):
    2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
    58.660 58.660 88.660 58.660 58.660 58.660 58.660
    Ist die Planung bis 2017 schon beschlossen?
    In 2013 beschloss der Stadtrat auf Antrag von Ratsfraktionen eine Aufstockung des Budgets um 30.000 Euro. Darüber hinaus sind die Planansätze der vergangenen und geplanten Jahre gleich bleibend.
    Im Finanzhaushalt 2014 sind Investitionen in folgender Höhe vorgesehen (in Euro):
    2014 2015 2016 2017
    185.000 175.000 260.000 200.000
    Bundesweit wird statistisch von einem Wert von 35 Euro pro Kind und Jahr ausgegangen (Unter Berücksichtigung von Personal-, Unterhaltungs- und Investitionskosten). In Chemnitz stehen derzeit 21,80 Euro (Stand: 2013) zur Verfügung. – Kommt dieses Missverhältnis zustande, weil wir zu viele Spielplätze haben? Sind Spielplätze nun eine Pflicht oder freiwillige Aufgabe der Stadt? Warum haben wir bei solchen Dingen immer zu wenig Geld?
    Kinder sind unsere Zukunft!?
    Das heißt aber auch, in unserer Stadt ist noch lange nicht alles erreicht.

    Nachträglich durch Moderation Eingearbeitet: Link zur Tabelle des Nutzers pp

    Rottluf und Erfenschlag hatten und haben überhaupt keine kommunalen Spielplätze.
    322 Kinder betroffen
    Altchemnitz hat zwar 8 und Furth 2 sonstige aber keine kommunalen Spielplätze –
    826 Kinder betroffen.
    Das heißt aber auch 1148 (3,8%) werden schon jetzt nicht mit kommunalen Spielplätzen versorgt.
    Nach der Kürzung betrifft das zusätzlich noch Stelzendorf, Harthau und Wittgensdorf -.
    1156 Kinder ohne Spielplätze –
    gesamt 2304 (7,7%) Kinder ohne Spielplätze.
    Kappel und Lutherviertel haben 24 sonstige Spielplätze aber keine kommunalen Spielplätze – 1879 Kinder betroffen –
    gesamt 4183 (14%) Kinder ohne kommunale Spielplatzversorgung!!!!
    Überhaupt verlässt sich die Stadt in vielen Stadtteilen auf die Versorgung mit sonstigen Spielplätzen. Besonders deutlich wird das in Gablenz mit 83; Zentrum 34; Markersdorf 23; Kaßberg 20; Helbersdorf und Yorkgebiet je 19; Hutholz 18; Kappel 17; Bernsdorf 16; Kappellberg 14; Sonnenberg 12; Altendorf 11; Morgenleite und Schloßchemnitz je 10; Altchemnitz 8; Lutherviertel, Siegmar, Reichenbrand je 7; Röhrsdorf, Hilbersdorf, Schönau je 3; Rabenstein, Grüna, Euba, Ebersdorf, Furth, Borna/Heinersdorf je 2 und Adelsberg 1.
    Das aber, siehe oben, ist keine gewähr für kommunale Grundversorgung.
    Daneben tritt weiterhin eine starke Verschlechterung ein bei Kindern pro kommunalen Spielplatz:
    Gablenz von 728 – 1455 (um 728 verdoppelt)
    Adelsberg von 433 – 865 (um 433 verdoppelt)
    Rabenstein von 216 – 648 (um 432 verdreifacht)
    Hilbersdorf von 345 – 518 (um 173)
    Glösa/Draisdorf von 255 – 509 (um 254 verdoppelt)
    Berbisdorf von 124 – 496 (um 372 sogar vervierfacht)
    Ebersdorf von 323 – 484 (um 161)
    Reichenbrand von 304 – 456 (um 152)
    Helbersdorf von 100 – 401 (um 301 verdreifacht)
    Grüna von 235 – 352 (um 117)
    Altenhain von 165 – 330 (um 165 verdoppelt)
    Klaffenbach von 107 – 320 (um 213 verdreifacht)
    Hutholz von 184 – 276 (um 92)
    Borna/Heinersdorf von 164 – 273 ( um 109)
    Markersdorf von 139 – 209 (um 70)
    Schloßchemnitz von 170 – 186 (um 16)
    Zentrum von 125 – 138 (um 13)
    Dabei ist zu sagen die letzten 8 Stadtteile liegen immer noch unter dem Stadtdurchschnitt.
    Wenn man von Schloßchemnitz und Zentrum absieht, die sowieso weit unter dem Stadtdurchschnitt liegen und sich nur leicht verschlechtert haben, würden alle anderen, in erster Linie die äußeren Stadtteile bleibende Unterversorgung bzw.
    Nichtversorgung, sowie gravierende Verschlechterungen in kauf nehmen müssen, was 14507 Kinder (48,6%) betreffen würde, fast die Hälfte. Selbst bei denen die noch unter dem Stadtdurchschnitt liegen, wie Klaffenbach, Altenhain, Grüna, Borna/Heinersdorf, aber auch Huthoz und Markersdorf erfolgen spürbare Verschlechterungen.

    Keine Veränderung würde sich bei Röhrsdorf (213 Kinder/Spielplatz), Sonnenberg (367), Yorkgebiet (492), Bernsdorf (401), Kappellenberg (174), Kaßberg (877), Euba (341), Reichenhain (404), Mittelbach (314), Schönau (187) und Siegmar (408) ergeben. Das betrifft 9329 Kinder (31,2%)
    Dabei würden sich Kapellenberg und Schönau als gut versorgt darstellen in Bezug auf dem Stadtdurchschnitt, Kaßberg, Yorkgebiet, Siegmar, Reichenhain und Bernsdorf unterversorgt.

    Somit haben diese Pläne nichts mit Nachhaltigkeit zu tun, sie sind nicht Kinderfreundlich und junge Familien mit Kindern werden somit auch nicht in die Stadt gezogen.

  14. pp sagt:

    An die Organisatoren der Seite
    Ich habe im Meinungsfenster die Struktur wieder hergestellt. Nach dem Abschicken wieder alles zerstört!
    Warum?
    Schade!

  15. Baumeister59 sagt:

    Sehr schöne Diskussion zu diesem Thema.
    Interessant ist der Verweis auf die Sächsische Bauordnung zur Spielplatzerrichtungspflicht.
    In diesem Zusammenhang ist auch das Thema der öffentlich zugänglichen Spielplätze von Großvermietern ein Thema. Diese Spielplätze sollten in die Betrachtung mit einbezogen werden, wenn diese nicht nur Kleinkindspielplätze darstellen. Diskutiert werden müsste auch die Frage, wann es Wohnungsunternehmen zuzumuten ist, eigenverantwortlich Spielplätze bereitzustellen. Bei größeren Anlagen der GGG oder der Wohnungsgenossenschaften sollte dies der Fall sein. Eine Art Spielplatz-Übereinkommen sollte dies regeln.

    Fraglich scheint mir, welche Einfluss die Bürgerbeteiligung eigentlich haben kann. Wenn die Killerkriterien für eine auslaufende Nutzung vorliegen:
    · sehr geringe Nutzung durch Kinder
    · Wohnbebauung zu nah
    · Beschwerden wegen Lärmbelästigung
    · zahlreiche private Spielplätze im unmittelbaren Umfeld
    · ländlicher Raum, viel Freifläche zum freien Spiel
    · Belange des Naturschutzes
    · Rückbau von Wohnbebauung und damit verbunden geringere Anzahl von
    Kindern

    was soll dann die Bürgerbeteiligung eigentlich noch ändern?
    Umgekehrt bei festgestellter Erhaltungs- oder Ausbauwürdigkeit, wer soll da noch etwas dagegen haben?
    Ich gehe ja davon aus, dass die eingestellten Vorschläge Ergebniss einer sorgfältigen Untersuchung sind.

    Ich sehe also nicht den großen gestalterischen Spielraum für eine Bürgerbeteiligung, welche den Namen Bürgerhaushalt wirklich verdient.

    Natürlich bin auch ich der Meinung, dass die thematische Einengung des Bürgerhaushaltes auf Kinderspielplätze (so wichtig die Diskussion auch ist), die breite Mitwirkung der Bürger an allen Belangen der Stadt beschneidet.
    Solange nicht alle freiwilligen Leistungen wie Stadion, Theater, Museen (einschließlich Museumsbad für methusalemische Benutzer) zur Diskussion (auch für und gegeneinander), gestellt werden, hat man nicht das Gefühl, wirklich mitentscheiden zu können.
    Die bisher eingestellten Kommentare zeigen diesen Bedarf sehr deutlich auf.
    Mit der alleinigen Disskussion um Spielplätze wird nur die partielle Mangelverwaltung, welche die Ursache in der nicht-Diskussion heiliger Kühe hat, dem Bürger in die Schuhe geschoben.